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DIY: Couchtisch bauen

So einen Tisch selber zu bauen ist nicht schwer. Es kostet nur etwas Zeit und natürlich braucht man entsprechendes Werkzeug. Hier erkläre ich dir, was du mindestens brauchst und wie du dir dann deinen eigenen Selfmade-Lattenrost-Couchtisch zusammenwerkeln kannst ;-)

Die Bilder dazu habe ich selbst gescribbelt. Nicht besonders schön ^^ aber ich denke, dass man mit ihnen die einzelnen Schritte etwas besser nachvollziehen kann.

Was du brauchst:

  • Holzbretter, alte Paletten, altes Lattenrost oder ähnliches
    Wir haben für eine Platte 10 Bretter mit den Maßen 90x7x1,5 cm (HxBxT) genommen und zusätzlich 2 Bretter zur Verbindung mit den Maßen 70x7x1,5 cm.
    Insgesamt also 20 Bretter mit 90x7x1,5 cm und 4 Bretter mit 70x7x1,5 cm.
  • zwei dickere Holzbretter
    Diese sind als Abstandhalter für das Ablagefach. Wir haben 2 Bretter mit den Maßen 70x10x2 cm (HxBxT) genommen.
  • Unterlage zum Bohren
    Ein Stück Brett oder so, das ihr nicht braucht.
  • evtl. Säge
    Um die einzelnen Bretter auf eure gewünschte Länge zu kürzen.
  • Schrauben
    Die Anzahl ist abhängig von der Anzahl der Bretter die ihr benutzt – mal 2. Wir brauchten 40 Schrauben. Achtet darauf, dass die Schrauben nicht länger sind als eure Bretter tief!! Sonst gehen sie durch.
  • Akkuschrauber oder Schraubenzieher
    Um die Bretter an den Verbindungsbrettern zu befestigen
  • evtl. Bohrmaschine
    Zum vorbohren der Löcher, was ich sehr empfehle, da sonst die Gefahr besteht, dass die Bretter aufplatzen.
  • Holzleim
    Zur Befestigung der Abstandsbretter an den beiden Tischplatten.
  • Tischbeine
    z.B. diese hier
  • Schraubzwingen
    Damit die Bretter bei der Verleimung gut halten.
  • Öl
    Um den Tisch zu versiegeln
Abbildung 1 (Abstand ermitteln)
Abbildung 1 (Abstand ermitteln)
Abbildung 2 (Löcher Tischplatte)
Abbildung 2 (Löcher Tischplatte)
Abbildung 3 (Löcher Verbindungsbretter)
Abbildung 3 (Löcher Verbindungsbretter)

Schritt 1 (2x für obere und untere Tischplatte)

 

Schneide dir deine Holzbretter auf die gewünschte Länge. Lege dann die Bretter bündig nebeneinander. Die schönen Seiten liegen dabei unten auf dem Boden. Jetzt müssen die Positionen für die Schrauben bestimmt werden.  Wer möchte, kann einen kleinen Abstand zur äußeren Kante lassen (Abbildung 1, grüne Markierung). Wir haben einen Abstand von 2 cm gelassen.

Als nächstes benötigt man Platz für das Brett des Ablagefachs. Dies entspricht der Tiefe des Brettes, in unserem Fall wieder 2 cm (Abbildung 1, gelbe Markierung). Dahinter wird das Verbindungsbrett der Tischplatten angebracht. Hier ist die Breite des Brettes entscheidend, bei uns 7 cm. Davon braucht man die Hälfte, da die Schrauben ja in der Mitte des Brettes liegen sollen. D.h. es kommen nochmal 3,5 cm in unserem Fall hinzu (Abbildung 1, rote Markierung). Der Gesamtabstand von Kante zu Bohrlöchern beträgt hier 7,5 cm (Abbildung 1, rote Linie).

 

Markiert euch nun in diesem Abstand auf jedem Brett die Position für die Schraube. Achtet darauf, dass es auch in der Breite des Brettes mittig sitzt. Wenn ein Brett also wie bei uns 7 cm breit ist, wird die Schraube bei 3,5 cm in der Breite platziert (Abbildung 2). Notiert euch die Abstände der Schrauben zueinander auf einem Zettel. Diese müsst ihr nämlich auch noch auf dem Verbindungsbretter markieren (Abbildung 3).

 

So nun geht es ans vorbohren der Löcher. Ihr werdet hier etwas zum unterlegen benötigen, damit ihr nicht in die Unterlage bohrt. Evtl. ein Stück Rest-Brett. Die Verbindungsbretter müsste ihr einmal komplett durchbohren. Die Tischplattenbrätter maximal zur Hälfte! Gleich erfahrt ihr ob ihr die Löcher korrekt eingezeichnet habt. Wenn nicht, werden die Bohrlöcher evtl. nicht übereinander passen und die Schrauben schwer oder garnicht reingehen oder sogar das Holz zersplittern. Also besser vorher genau messen ^^

 

Das Schlimmste ist geschafft!

 

Abbildung 4 (Bretter verschrauben)
Abbildung 4 (Bretter verschrauben)

Schritt 2 (2x für obere und untere Tischplatte)

 

Als nächstes könnt ihr die Verbindungsbretter auf die Tischplattenbretter legen. Um die Löcher genau zu treffen, empfehle ich euch, die Schrauben zunächst alle in die Verbindungsbretter einzuschrauben – aber nur so weit, dass sie gerade auf der anderen Seite leicht rauskommen. So lässt sich leichter "erfühlen" ob sie in die Löcher in der Tischplatte passen. Wenn ihr meint dass alles passt, könnt ihr die Schrauben komplett festziehen.

 

Abbildung 5 (Abstandsbretter verleimen)
Abbildung 5 (Abstandsbretter verleimen)

Schritt 3

 

Nun nehmt eine Tischplatte her und streicht ausreichend Leim auf die äußere Seite der Verbindungsbretter und an die untere Seite der Abstandsbretter. Setzt die Abstandsbretter wie in Abbildung 5 an die äußere Seite der Verbindungsbretter.

Jetzt benötigt ihr Schraubzwingen, damit die Platten in der Position trocknen können und der Leim gut hält. Lasst das Ganze einige Stunden so stehen.

Abbildung 6 (Zweite Tischplatte verleimen)
Abbildung 6 (Zweite Tischplatte verleimen)

Schritt 4

 

Im Grunde wiederholt ihr hier Schritt 3, nur dass bereits eine Tischplatte an den Abstandsbrettern befestigt ist. Ihr könnt die obere Tischplatte also einfach auflegen nachdem ihr den Leim aufgetragen habt. Evtl. müsst ihr ein bisschen drücken und ziehen, damit es passt. Alles wieder mit Schraubzwingen gut befestigen und ein paar Stunden trocknen lassen.

Abbildung 7 (Tischbeine befestigen)
Abbildung 7 (Tischbeine befestigen)

Schritt 5

 

Nun fehlen nur noch die Tischbeine. Je nachdem für welche ihr euch entschieden habt, müssen sie unterschiedlich befestigt werden. Achtet nur darauf, dass ihr beim befestigen nicht die Tischplatte durchbohrt. Kontrolliert vorher die mitgelieferten Schrauben der Beine und nehmt ggf. Kürzere.

 

Am besten gönnt ihr eurem Tisch nun etwas Öl und lasst es gut einziehen. So verhindert ihr, dass euer Tisch Flüssigkeiten aufnimmt, falls ihr mal was verschüttet. Je nach Holz solltet ihr das Ganze ein paar mal wiederholen (2 - 3 mal). Und regelmäßig wenn ihr merkt, dass er es gebrauchen könnte.

 

Und das war es auch "schon" :-)

Ich gebe zu, das Abmessen ist etwas mühselig und man muss wirklich aufpassen, dass man nichts falsch einzeichnet etc. Aber die Mühe lohnt sich, finde ich. Der Tisch ist wirklich cool. Und die meisten können nicht sagen, dass sie einen Selfmade-Couchtisch haben ;-)

Außerdem ist er echt stabil und eignet sich gut als Fotohintergrund ^^


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